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Dancing on air... with a shovel in my hand

Bin grade total glücklich, irgendwas ist in mir gebrochen und die ganze Anspannung, der Frust und die Stagnation der letzten Tage sind einfach... weg? Nein, nicht wirklich. Aber unwichtig im Moment.

 

Wollte ja noch abtippen, was ich in Reli über Gott geschrieben habe...

1) Gott - Was fällt mir dazu ein?

Gott ist Rechtfertigung. Er hat's getan, ob es nun etwas Gutes war (Wundersame Heilung o.Ä.) oder etwas Schlechtes (hat Seuche gebracht, weil...).

2) Gottesvorstellung/ -bedeutung?

Für mich ist die Vorstellung von Gott etwas, was vor langer Zeit, im Frühstadium des Homo Sapiens, entstand. Man brauchte eine Sicherheit, warum Dinge geschehen, wie sie geschehen und was nach dem größten Mysterium Tod auf einen wartet.

Gott bedeutet Hoffnung. Für all jene, die Hilfe brauchen, kann er ein Grund sein, ihr Leben zu meistern.

Gott bedeutet Druck. Für all jene, die glauben, ihm gefällig sein zu müssen, ist er der allgegenwärtige "Big Brother".

Ich stelle mir Gott nicht als einzelnes "Wesen" (in welcher Form auch immer) vor. Wer etwas bewirken will, muss wirken, etwas tun. Vllt, aber da bin ich mir, wie das bei Glauben eben so ist, nicht sicher, sind alle Taten, die auf andere einwirken, irgendwie etwas Höheres, da sie über die eigene Existenz als Individuum hinausgehen.

3) Was kann ich glauben?

Im Prinzip kann man an alles glauben, was nicht zu beweisen und nicht zu widerlegen ist.

4) Was kann ich nicht glauben?

Das der Weg eines jeden Lebewesens vorherbestimmt ist. Zweifel habe ich am Sinn der Existenz der Menschheit, da Zerstörung eines wunderbaren, komplexen Lebensraumes für mich keinen Sinn hat, der (vor höheren Mächten oder nicht) zu rechtfertigen wäre. Der Mensch gibt sich Bedeutung, bekommen tut er sie dadurch nicht.

5) Welche Fragen habe ich?

Warum, wenn es einen Gott/Götter/eine höhere Macht gibt, wird es uns erlaubt, diese Welt zu vernichten? Wie frei darf unser Wille sein? Warum hängen wir am Leben und was gibt ihm Bedeutung?

2.9.10 21:59


Sporttag

...hatten wir heute in der Schule. Meine TG (also auch ich) hat ein Pappboot für 2 Personen gebaut, mit dem wir (also nicht ich, aber andere TG-Menschen) morgen absaufen werden. Theoretisch müsste es aber halten, immerhin haben wir ca. 180m Panzertape verklebt... und wir haben eine Gallionsfigur^^

Grade ein bisschen fertig, aber das schiebe ich mal auf die Uhrzeit, wollte mich auch fast schon legen, bis ich sah, dass hier mal wieder was los ist :P

War sogar ein recht hübscher Tag, kein großer Streß und ich hab' wieder was zu lesen. "Die Novizin" von T. Canavan und "Drachenpfade" von S. Lukianenko. Mal sehen, ob ich mich endlich aufraffen kann, einen Lukianenko zu lesen^^

Deutschland hat 1:0 gegen Belgien gewonnen... hab' mit meinem Vater die erste Halbzeit geschaut (in der kein Tor fiel...), sonst hätte er ganz alleine vor'm Fernseher gesessen und ab und an kann ich mir sowas dann doch mal zumuten^^ Habe aber schon wieder Schokolade gegessen (M&M's), obwohl ich nicht mehr wollte... will das generell etwas zurückfahren, auch Alkohol und so. Das nimmt in letzter Zeit Ausmaße an, die mich ein bisschen anwidern. Wegen verquerter Selbstdisziplin und so...

Irgendwie rutscht meine eine schwarze Jeans andauernd ohne Gürtel, obwohl ich sie passend gekauft hab (Anfang der Ferien, ergo Anfang Juli...). Entweder sie leiert aus oder mein A**** ist irgendwie weniger geworden. Vllt hab' ich auch einfach die Hände zu energisch in den Taschen^^

...auf einmal will ich gar nicht mehr schlafen... sehr skuril. Dabei brauche ich in letzter Zeit viel Schlaf, irgendwie ist momentan jeder ein bisschen krank, aber niemand wirklich. Naja, fast niemand. Und an alle Kranken eine gute Besserung (wenn ich euch mag) oder ein schnelles, schmerzloses Ende (wenn das nicht der Fall ist...).

Grad' noch mal zu was aufraffen...

 

Sodele!

 

PS: Ich benutzte "skuril" in letzter Zeit sehr inflationär... wohl mein neuester Tick...

3.9.10 23:26


Auszug aus einer Mail (Misanthropieblabla...)

Ich bin in der 13, mein letztes Zeugnis hatte einen Schnitt von 9,2 (=3+), ich habe fast nichts für die Schule gemacht und es ist mir einfach nur scheißegal. Hört sich ja super an, wenn man das so runterleiert. Aber was bringt mir das? Ich bin nur in der 13, weil ich keine Ahnung habe, was ich nach der Schule machen will. Vllt bin ich ja irgendwie hochbegabt oder so, hat mich neulich eine Blogfreundin drauf angeschrieben, wie ich mich da sehe… und ich halte mich auch für intelligent. Beeinflussbar, vergesslich, aber im Grunde intelligent. Schon, weil ich immer als Streber galt, als „Genie“. Im Kindergarten, in der Grundschule, in der Gesamtschule auch noch größtenteils. Obwohl ich fast nie was gelernt hab. Obwohl mich so vieles einfach nicht interessiert hat. Wenn ich etwas geleistet hatte, war das normal. Wenn ich einmal nicht so gut war wie die Besten, war das gleich schlecht. Was soll ich denn damit anfangen? Mit mir? Mit meinem Hirn, meinen Ansichten, meinem Leben? Was hat mir diese angebliche Intelligenz gebracht? Ich schaue zurück und sehe einen Haufen Dreck, Müll und Scherben. Weil ich jahrelang keine Freunde hatte. Weil mir schulische Erfolge fast nie etwas bedeuten, wozu auch? Weil mein Glauben an die Ewigkeit der Liebe zerstört ist und ich nicht mal jemanden dafür beschuldigen kann, weil es einfach meine Schuld bzw. meine Einstellungssache ist. Weil es keine „Heile Welt“ gibt, in der ich leben kann. Weil es keine Magie gibt, keine Phantasie in dieser Welt, nur in den Köpfen.

Deswegen bin ich in der Musicalgruppe. Weil es dort Phantasie gibt. Akzeptanz.

Deswegen spiele ich Rollenspiele, in denen man Monstern auf die Fresse haut und sich oder seine Figuren trainiert. Weil man das Geschehen in der Hand hat, weil man Dinge tun kann, die es hier nicht gibt, die aber manchmal dringend vonnöten wären.

Deswegen lese ich. Von zerstörten Welten, kaputten Menschen, Krieg, Mord und Leid. Weil diese Protagonisten, Nebencharaktere und Statisten nur in ihren Büchern und in unseren Köpfen existieren. Weil sie das Glück haben, ihrem Elend zu entfliehen, sobald man das Buch schließt.

Deswegen bin ich so fasziniert von Dolchen, Klingen und Ähnlichem. Weil sie ein Leben nehmen können. Etwas so faszinierendes und doch völlig wertloses. Das nur Wert bekommt, wenn wir ihm einen geben. Jedes Leben ist gleich viel wert, und wenn wir Tiere großziehen, nur, um sie zu schlachten, für Versuche zu missbrauchen oder zu quälen (was viel zu oft passiert, denn jedes Mal ist zu oft), dann machen wir unser Leben selbst wertlos. Was macht uns besser als die Tiere, die wir mit Medikamenten voll stopfen? Die wir essen? Die wir töten und verrotten lassen? Wir sind genauso Fleisch, haben genauso Gefühle, können denken, handeln und werden schlussendlich alle sterben. Wieso sollte unser Leben einen Wert haben, wenn wir es anderen Lebewesen absprechen? Was macht uns besser? Gott? Die Zivilisation?

Nichts.

 

~

 

Arthur Schopenhauer

Die Stachelschweine

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich en einem kalten Winterrage recht nah zusammen, um sich durch die gegenseitige Wärme vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln, welches sie dann wieder von einander entfernte. Wann nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel, so da? sie zwischen beiden Leiden hin und her geworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.

So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: keep your distance! - Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden.

Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat, bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen.

4.9.10 01:02


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